kein Tiefenorter online
HÀmbach gehört als Ortsteil zur Gemeinde Tiefenort
Einwohner: 493
Wirtschaft: Im HÀmbacher Gewerbegebiet haben sich mittelstÀndische Unternehmen verschiedener Branchen angesiedelt.
HĂ€mbach wird 1448 als WĂŒstung bezeichnet. WĂŒstungen waren verlassene Orte. Nach Epidemien, manchmal auch nach kriegerischen Auseinandersetzungen wurden Dörfer aufgegeben. Fast 200 Jahre spĂ€ter, in der Beschreibung des âfĂŒstl. sĂ€chs. Amts Krayenbergâ von 1671 wird ĂŒber den âHof Haimbachâ berichtet. Besitzer waren damals Gregori Fuldens Witwe in Bad Salzungen und den in Ilmenau ansĂ€ssigen Erben des dort 1629 verstorbenen Pfarrers Georg SilchmĂŒller. HĂ€mbach bestand aus Höfen, dem Oberhof und dem Unterhof. Die Besitzer waren âschriftsĂ€ssig und zineten nach Eisenach in die Rentkammerâ, heisst es in der âGeschichte des Amtes Krayenbergâ von max Sauerbrey aus dem Jahr 1935. Wenig weiĂ man ĂŒber die frĂŒhen kirchlichen VerhĂ€ltnisse in HĂ€mbach. Die seit 1612 bekannte Flurbezeichnung âhinter der HĂ€mbacher Kircheâ lĂ€sst darauf schliessen, daĂ es schon in den frĂŒhen Zeiten ein Gotteshaus gegeben hat. Neben HĂ€mbach war die Kirche wahrscheinlich fĂŒr Hermannsroda und die Dörfer Vackenroda und Eydendorf zustĂ€ndig. Beide Dörfer gibt es heute nicht mehr. Vermutlich sind die reste des Kirchturms auf einer Zeichnung von 1589 zu erkennen. Urkundliche Belege fĂŒr fĂŒr die Existenz eines Gotteshauses gibt es aber nicht. Mit dem Vordringen der Kaliindustrie im Werratal im 19. Jahrhundert wurden groĂe FlĂ€chen verkauft. Den Gutshof in HĂ€mbach sicherte sich 1889 das Bankunternehmen âGumpel und Samsonâ aus Bernburg. Der Preis 118 000 Reichsmark. Einen Teil des 400 Morgen groĂen GelĂ€ndes erwarb die Gewerkschaft Kaiseroda, die in unmittelbarer NĂ€he den ersten Kalischacht abteufte.
Unterrohn
(Rohna) 1259 findet Unterrohn auf dem Grund und Boden der Klosters
Frauensee âecclesia in Rohna" seine ErwĂ€hnung. 1603 war der Besitzer
des Gutshofes zu Unterrohn der Hofmann Elias Hombergh zu Kassel, der in
amtlichen Schriften der âHessenhof" genannt wird. 1807 bis 1813
unterstand es der französischen Regierung.
Danach war es groĂherzogliches Kammergut, das man nach 1917 u.a. auch an die Bewohner Unterrohns aufgeteilte.
Oberrohn ein kleines Ărtchen zwischen dem ThĂŒringer Wald und der Rhön am Werratal gelegen, gehörte bis zum Fall der innerdeutschen Mauer und der Wiedervereinigung zum Osten Deutschlands. Oberrohn lag circa 15 Km von der innerdeutschen Grenze entfernt, heute nach dem Fall der Mauer, liegt Oberrohn mitten in Deutschland. Die nĂ€chsten gröĂeren StĂ€dte in der unmittelbaren NĂ€he von Oberrohn sind Eisenach und Bad Salzungen. Sehenswertes gibt es sicher genug und Ruhe fĂŒr gestresste StĂ€dter ebenso.
Leider gibt es in Oberrohn keine Möglichkeit offiziell eine Ăbernachtung zu finden. In diesem Fall kann man aber sicher nach Tiefenort ausweichen, wenn man schon einmal hier ist. Auf keinen Fall werden Sie einen Abstecher in diese Region bereuen.
SehenswĂŒrdigkeiten in der nĂ€heren Umgebung von Oberrohn sind die Wartburg bei Eisenach, Bad Salzungen als Kurstadt, das Schaubergwerk in Merkers, Schweina mit seinem wunderschön angelegtem Park aus dem 19. Jahrhundert und dem Schloss Altenstein und nicht zu vergessen der Lutherstandort Möhra. FĂŒr reitbegeisterte Mitmenschen sei der Reiterhof auf der Hecke, etwa 3 km entfernt von Oberrohn, erwĂ€hnt.
Fast 14 Jahre nach dem Jahre NULL der ganz neuen Zeitrechnung, wird Oberrohn immer noch wie schon vor 30 Jahren und lĂ€nger vom Kalkwerk Oberrohn geprĂ€gt. Vor Jahren noch hatte dieses Werk einen solchen Einfluss auf die Dorfansicht, das viele DĂ€cher weiĂ bedeckt waren. Auch im Sommer. Mit Kalk. Aber diese Zeiten sind lange vorbei. Staubfilter im modernisiertem Kalkwerk verhindern eine solche Umweltbelastung (Wenn man es so bezeichnen darf, denn was ist schon ein Kalkwerk gegen ein Atomkraftwerk? ). Also kann man sicher heute Oberrohn als nettes kleines und ruhiges Dörfchen bezeichnen, welches als Ortsteil von Tiefenort gefĂŒhrt wird (aber wie man hört, mental mehr zu Möhra und Moorgrund tangiert).
Reisende auf der B 84, von Eisenach in Richtung Vacha, fahren am Fusse der Wartburg vorbei, durch idyllische LandschaftszĂŒge des ThĂŒringer Waldes und des sĂŒdlichen Werratales.
Nach ca. 25 km zeigen sich versteckt der Albertsee und weitere 500 m der Hautsee, welche die Vorboten des kleinen Ortes sind. Der wiederum durch diese ins "Gerede" kam.
Dem Ort mit seinen rund 260 Bewohnern fehlt es nicht an KreativitĂ€t und GemĂŒtlichkeit. In der Ortschronik ist Interessantes zur Entstehung und Entwicklung zu erfahren. Seine eigenen Geschichten schreibt das Vereinsleben. Der Heimatverein, die Freiwillige Feuerwehr, der Schuetzenverein, die Jagdgesellschaft, und der Verein der TaubenzĂŒchter. Die junge Generation trifft sich im Jugendclub. In der nĂ€rrischen Zeit lĂ€Ăt der Carnevalclub die Stimmung hoch leben. Das "Cafe` Schrön" und die GaststĂ€tte "Zum Hautsee" laden herzlich zur Einkehr ein.